Überblick
Eine Funkbrücke ist wie ein unsichtbares Netzwerkkabel: Sie verbindet ein vorhandenes Netzwerk mit einem anderen Ort, erzeugt aber keinen Internetanschluss. Zum Beispiel können an einem Wohnhaus und einem entfernten Lager passende Geräte installiert werden. Am Lager lassen sich Kamera, Switch oder WLAN-Access-Point anschließen.
Funktionsweise und Einsatz
Bei einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung steht an jedem Ende ein Funkgerät. Manche Produkte unterstützen auch Punkt-zu-Mehrpunkt. Typische Anwendungen sind Gebäudeverbindungen und Kameras auf Höfen oder Parkplätzen, wo Kabel schwer zu verlegen sind. Die mögliche Entfernung hängt von Geräten, Umgebung und Installation ab.
Installation
Eine möglichst freie Sicht ist wichtig: Gebäude, Bäume und Gelände können das Signal stören; Sichtkontakt allein garantiert keine gute Verbindung. Geräte nach Entfernung, Bandbreite, Stromversorgung und Wetterschutz auswählen. Angegebene Reichweite und Geschwindigkeit sind keine Garantie. Starke Passwörter und unterstützte Sicherheitseinstellungen verwenden, Firmware aktualisieren und örtliche Funk- und Installationsvorschriften beachten.
Ein Router verbindet und verwaltet Netzwerke, ein Access Point versorgt nahe WLAN-Geräte. Eine Brücke verbindet Standorte; ein Gerät kann mehrere dieser Funktionen vereinen.
Entwicklung und Stand
Funkbrücken entwickelten sich mit IEEE 802.11 und gerichteten Außenantennen. Heute gibt es 5-GHz-802.11ac- und 60-GHz-Geräte, teils mit 5-GHz-Ausweichverbindung. Brückenprotokolle verschiedener Hersteller sind nicht zwingend kompatibel. [3][6]
Beim TP-Link CPE710 sind bis zu 867 Mbps die physikalische Funkrate bei 80 MHz, nicht der tatsächliche Download. Die 2 Gbps des Ubiquiti Wave Nano bezeichnen den gesamten Systemdurchsatz, keine Garantie für eine Richtung oder jedes Wetter. Entfernung, Hindernisse, Störungen, Last und Ethernet-Ports beeinflussen das Ergebnis; bei 60 GHz auch Regen. [4][5][7]
Latenz im Leerlauf und unter Last messen: Ping misst die Hin- und Rücklaufzeit. Auch Jitter, Paketverlust und Ausfälle erfassen; iperf3 misst ein- und bidirektionalen Durchsatz. Eine jährliche Verfügbarkeit von 99,9 % entspricht rund 8 Stunden 46 Minuten Ausfall: eine Rechnung, keine Produktgarantie.
TP-Link, Ubiquiti und MikroTik bieten entsprechende Produkte an. Stand Oktober 2026 wurden keine öffentlich überprüfbaren, vergleichbaren weltweiten Marktanteile für Funkbrücken gefunden; Router-Marktanteile und lokale Stichproben sind kein Ersatz.