Überblick
Chungcheongbuk-do ist eine Verwaltungseinheit erster Ebene im zentralen Binnenland Südkoreas und die einzige Provinz des Landes ohne Meeresküste. Die Fläche beträgt 7.406 km², die Bevölkerung lag 2024 bei etwa 1,6 Millionen. Der Sitz der Provinzregierung ist Cheongju[1].
Grunddaten
- Fläche: 7.406 km²
- Einwohner: etwa 1,6 Millionen (2024)
- Untergliederung: 3 Städte und 8 Landkreise
- Provinzhauptstadt: Cheongju[1]
Geschichte
Zur Zeit der Reiche Goguryeo und Silla bestanden unter anderem in Jungwon (heute Chungju) und Seowon (Cheongju) Nebenhauptstädte (sogyeong). 1896 wurde Chungcheongbuk-do im Zuge des Dreizehn-Provinzen-Systems eingerichtet. 1908 zog der Provinzsitz von Chungju nach Cheongju um. In den 2010er-Jahren wuchsen die Biotechnologie in Osong und die Halbleiterindustrie in Cheongju rasch[1].
Verwaltungsgliederung
Zur Provinz gehören die Städte Cheongju, Chungju und Jecheon sowie die Landkreise Boeun, Okcheon, Yeongdong, Jeungpyeong, Jincheon, Goesan, Eumseong und Danyang[1].
Geografie
Die Gebirgszüge Sobaek und Charyeong durchziehen die Provinz. Dort liegen die Nationalparks Songnisan, Woraksan und Sobaeksan. Die Flusssysteme von Geum und Han verlaufen durch das Gebiet[1].
Wirtschaft und Industrie
Wichtige Bereiche sind der Biotechnologiepark Osong, die Halbleiterindustrie in Cheongju und die Landwirtschaft in Jincheon und Eumseong. Auch der internationale Flughafen Cheongju liegt in der Provinz[1].
Verkehr
Die Gyeongbu-Hochgeschwindigkeitsstrecke hält in Osong; außerdem verlaufen die Bahnstrecken Chungbuk und Jungang durch die Provinz. Bahn, Straßen und lokale Busse verbinden die Region mit dem Großraum Seoul[1].
Tourismus und Kultur
Zu den bekannten Zielen und Aktivitäten zählen der Beopjusa-Tempel im Songnisan, die Festung Sangdangsanseong in Cheongju, Gleitschirmfliegen in Danyang und die ländliche Kultur von Jincheon und Eumseong[1].